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Herzlich Willkommen beim Landesfrauenrat Thüringen e.V.

Auf der Website des Landesfrauenrates Thüringen e.V., dem Dachverband 26 Thüringer Frauenorganisationen und politischen Interessenvertretung aller Thüringer Frauen. Unser Ziel ist die Verbesserung der Situation der Frauen in Beruf, Gesellschaft und Familie. Wir wollen den Einfluss von Frauen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft stärken.

Lassen Sie uns dazu gemeinsam:

Ideen entwickeln - Erfahrungen austauschen - Gemeinsamkeiten entdecken
Kommunikation pflegen - Solidarität stärken - Vernetzungen knüpfen
Informationen publizieren - Konzepte erstellen
Einfluss nehmen - Zukunft mitgestalten

Wir freuen uns über Ihr Interesse an unserer Arbeit!
Wenn Sie Fragen oder Anregungen an den Landesfrauenrat Thüringen e.V. haben, dann schreiben Sie uns direkt.

Aktuelle Mitteilungen



Nachlese zur Jubiläumsfeier des Landesfrauenrates Thüringen e. V.

Gemeinsam mit der Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie Heike Werner ehrte Andrea Wagner, Vorsitzende des Landesfrauenrates Thüringen e. V. den ehrenamtlichen Einsatz von...

...Ingrid Wiegel,
ehrenamtlich beim Landessportbund Thüringen e. V.;

...Karin Schippa,
ehrenamtlich beim DGB Hessen-Thüringen und ASF;

...Helga Dieckmann,
ehrenamtlich beim Frauenzentrum Weimar und...

...Conrad Gliem,
ehrenamtlich beim LSVD Thüringen e. V.

Neben vielen Gästen aus den Mitgliedsorganisationen waren Bodo Ramelow, Ministerpräsident Thüringen, Eva Nagler von der Friedrich-Ebert-Stiftung und Stefan Werner, Der PARITÄTISCHE LV Thüringen anwesend, u. a. auch um Jubiläumsgrüße zu überbringen. Eva von Angern, Vorsitzende des Landesfrauenrates Sachsen-Anhalt e. V. führte mit Esprit durch das Programm.

 
25 Jahre Landesfrauenrat Thüringen e. V.

Landesfrauenrat vertritt seit 25 Jahren die Interessen der Thüringer Frauen 

Seit nunmehr 25 Jahren vertritt der Landesfrauenrat als Lobbyorganisation die Interessen von ca. 200.000 Thüringerinnen.

Am 14. Mai 1993 durch 13 Vertreterinnen interessierter Organisationen in Jena gegründet, sind heute 27 Organisationen Mitglied im Landesfrauenrat Thüringen e. V.. Bereits im Gründungsjahr befasste sich der neu gegründete Verband mit der Abschaffung des § 218. „Heute sind wir an dieser Stelle noch nicht wesentlich weiter.“, betont Andrea Wagner, die Vorsitzende des LFR. Doch der Verband ist mit Beschluss der 43. Delegiertenversammlung dem Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung beigetreten und hofft damit für diesen Themenbereich mit mehr Power agieren zu können.

Ein weiteres Thema, mit dem sich der Verband bereits seit seiner Gründung beschäftigt ist die (häusliche) Gewalt gegen Frauen. Gemeinsam mit den jeweiligen Landesregierungen wurde am Hilfenetz für Betroffene und den Förderbedingungen gearbeitet. Doch es ist erschreckend, wie präsent Sexismus und Frauenfeindlichkeit in der Gesellschaft heute noch sind.

Zum ersten Mal in seiner 25-jährigen Geschichte verleiht der LFR Ehrenamtszertifikate an engagierte Menschen in Thüringen, die sich für die Belange der Frauen einsetzten und das auf verschiedenen Ebenen und unterschiedliche Weise. Die Ehrungen nimmt die Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familien, Heike Werner in ihrer Funktion als Vorsitzende des Stiftungsrates der Thüringer Ehrenamtsstiftung vor.

„Die Arbeit im Landesfrauenrat ist von viel Motivation und ehrenamtlichen Engagement geprägt. Zum Jubiläum ist es wichtig, dieses sichtbar zu machen. Gleichzeitig freut es uns, dass der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow zu den Gratulierenden gehören wird und damit den Stellenwert des LFR für Thüringen betont.“, so Wagner.

V.i.S.d.P. und für Rückfragen: Ilona Helena Eisner: 0176/19662307

 
Offener Brief des Landesfrauenrates Thüringen e. V. und der Beauftragten für die Gleichstellung von Frau und Mann im Freistaat Thürignen:

Einerseits Buchstaben auf Papier, andererseits das echte Leben.

Sehr geehrter Herr Präsident,

mit Verwunderung und Bedauern haben wir registriert, dass eine Abgeordnete des Thüringer Landtages, Madeleine Henfling, die zurzeit nicht nur Abgeordnetenpflichten, sondern auch Mutterpflichten hat, am Mittwoch den 29. August 2018 den Plenarsaal auf Ihre Anordnung hin verlassen musste und mit ihrem sechs Wochen alten Sohn nicht wieder betreten durfte. Begründet wurde diese Entscheidung von Ihnen mit der Geschäftsordnung. In der gültigen Fassung vom 19. Dezember 2016 ist allerdings der Aufenthalt von Kindern nicht explizit geregelt.

Wir möchten an dieser Stelle auch nicht über Regelungen und Anlagen von Ordnungen diskutieren, sondern auf unseren jahrelangen Kampf, Frauen für die Arbeit in Parlamenten zu gewinnen, hinweisen. Ist die Forderung des Landesfrauenrates nach einem Parité-Gesetz zu hoch gegriffen, wenn es noch nicht einmal die Strukturen gibt, dass Abgeordnete mit Sorgepflichten ihr Recht und ihre Pflichten wahrnehmen können, ihr Mandat auszuüben? Wir bezeichnen diesen Saalverweis als Skandal. Denn das Kind kam ja nicht plötzlich. Bereits in der Schwangerschaft hat Frau Henfling mit Ihnen darum gerungen, eine für ihr Mandat handhabbare Lösung zu finden. Ihr Vorschlag Herr Carius, dass bei Abstimmungen eine CDU-Abgeordnete auf das Abstimmen verzichtet, ist ein Versuch, die Stimmenanteile des Parlaments zu wahren, doch er bietet Frau Henfling keine Möglichkeit, ihre Arbeit zu tun. Und entzieht einer weiteren Abgeordneten das Recht auf die Ausübung ihres Mandats.

Die Begründung des Verweises mit dem Kindeswohl allerdings, grenzt in unseren Augen an Sarkasmus. Es geht hier nicht um die Frage, was gut ist für Kinder, sondern es geht um die Frage, ob Menschen, die sich um Kinder kümmern, gleichzeitig in der Öffentlichkeit präsent und aktiv sein können, oder ob sich beides gegenseitig ausschließt. Ihre Entscheidung zeigt deutlich, dass Frauen und Männer als Eltern unterschiedlich gesehen und behandelt werden. Während Väter stolz die Fotos des Nachwuchses zeigen und zur Tagesordnung übergehen, müssen Mütter in der Politik dafür sorgen, sichtbar und aktiv zu bleiben.

Eine Auslegung der Geschäftsordnung, die Mütter ausschließt, ihre parlamentarische Pflicht zu erfüllen, ist strukturelle Diskriminierung und hat zur Folge, dass junge Frauen keine Mandate übernehmen können, selbst wenn sie es wollten. Ein Parlament, dass in dieser Form Mütter vom demokratischen Handeln ausschließt, ist nicht zeitgemäß.

Wie wollen Sie Vertreterinnen und Vertreter anderer gesellschaftlicher Bereiche davon überzeugen, gleiche Chancen und Rechte für Männer und Frauen einzuhalten, wenn Sie im eigenen Hause derartige Entscheidung treffen? Wie wollen Sie junge Menschen für die so dringende politische Arbeit begeistern, wenn Sie diesen nicht die nötigen Strukturen bieten? Wie begründen Sie Ihre Entscheidung gegenüber anderen Landtagsparlamenten bzw. dem Bundestag, in denen Kinder durchaus in Plenarsälen zu finden sind?

Die Beauftragte für die Gleichstellung von Frau und Mann und der Landesfrauenrat Thüringen e.V. erwarten von Ihnen, dass für den Thüringer Landtag schnellstmöglich Regelungen vereinbart werden, die für Abgeordneten die nötigen Strukturen schaffen, ihr Mandat auch mit Sorgepflichten für Kinder auszuüben.

Mit feministischen Grüßen

Andrea Wagner
Vorsitzende
Landesfrauenrat Thüringen e. V.

Katrin Christ-Eisenwinder
Beauftragte für die
Gleichstellung von Frau und Mann

 
TLM-Pressemitteilung: Frauen • Medien • Rollenbilder - Thüringer Mediengespräch der TLM mit hochrangigen Gästen

Zur Pressemittelung der TLM

Foto 2 (TLM) v. l. n. r.: Roland Lehmann, Radio TEDDY, Ingelore König, Kinderfilm GmbH, Ilona Helena Eisner, Landesfrauenrat Thüringen e. V., Prof. Dr. Martin Geisler, Ernst-Abbe-Hochschule Jena, Dr. Astrid Plenk, Programmgeschäftsführerin des KiKA

 
Resolution der Landesfrauenräte für ein offenes Europa

anlässlich der Konferenz der Landesfrauenräte 15.-17. Juni 2018 in Hamburg

 
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