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Arbeit und Geld

Gender-Pay-Gap, Altersarmut, gläserne Decke – Frauen werden in der Arbeitswelt diskriminiert und sind deshalb finanziell deutlich schlechter gestellt als Männer.

Der auf das Geschlecht zurückzuführende, sogenannte bereinigte Gender-Pay-Gap liegt in Thüringen bei 5,7 % – relativ gering im Vergleich zu anderen Bundesländern, aber für uns: deutlich zu hoch. Falsche Anreize, wie das Ehegattensplitting, belohnen Ehepaare, in denen ein Partner deutlich weniger verdient als der andere. In hetereosexuellen Ehen verdienen meist Frauen weniger als Männer. Für sie lohnt es sich kaum, einen eigenen guten Verdienst sicherzustellen bzw. ihr eigenes berufliches Vorankommen zu priorisieren. Wenn sie sich auf das Gehalt des Partners verlassen, führt das bei Trennungen zu großen finanziellen Schwierigkeiten.

Auch die Altersarmut von Frauen ist höher als die von Männern. Aufgrund lückenhafter Erwerbsbiografien, die durch Pflege von Kindern und Angehörigen enstanden sind, Arbeit in Teilzeit und eines geringeren Einkommens während der Erwerbstätigkeit gibt es viele ältere Frauen, die in Armut leben.

„Gläserne Decke“

Dieser Begriff beschreibt, dass Frauen auf der Karriereleiter einen bestimmten Punkt erreichen, aber dann auf eine unsichtbare Hürde treffen. Sie schaffen es nicht in die Führungspositionen mit Entscheidungsmacht und hohen Gehältern, nicht in die Aufsichtsräte und Vorstände, nicht in die Chefredaktionen und Verwaltungsspitzen. Sie stoßen vorher an die „Gläserne Decke“. Stereotype von wenig leistungs- und durchsetzungsfähigen Frauen und Müttern, mangelnde außerfamiliäre Kinderbetreuung oder die Voraussetzung von geradlinigen, unterbrechungsfreien Erwerbsbiografien sind Grundlage der „Gläsernen Decke“. Gesetzliche und interne Quoten sind ein Lösungsansatz, aber auch veränderte Rollenbilder sind notwendig, um die „Gläserne Decke“ zu zerbrechen.

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