Startseite Pressemitteilungen
Pressemitteilungen
„Ehe für alle“ Für eine vollständige Gleichbehandlung von gleichgeschlechtlichen Paaren

Der Landesfrauenrat Thüringen e.V. begrüßt den mehrheitlichen Beschluss des Antrages „Ehe für alle – Entschließung für eine vollständige Gleichbehandlung von gleichgeschlechtlichen Paaren“ durch den Bundesrat.

Nach wie vor haben gleichgeschlechtliche Partner in Deutschland nach einer Verpartnerung nicht die gleichen Rechte, wie verschiedengeschlechtliche Paare, die eine klassische Ehe eingehen. „Dies stellt ganz klar eine Diskriminierung aufgrund der sexuellen Identität dar, die durch das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) eindeutig geregelt ist“, so Ilona Helena Eisner, Vorsitzende des Landesfrauenrates Thüringen e.V. „Es gibt keinen nachvollziehbaren Grund, warum gleichgeschlechtliche Paare in einer modernen Gesellschaft nicht die gleichen Rechte genießen dürfen, wie Ehepartner“, so Eisner weiter. Gerade in einer Zeit in der sich das Verständnis von Ehe kontinuierlich wandle, sei eine Ungleichbehandlung auch in dieser Hinsicht für gleich- und verschiedengeschlechtlicher Paare untragbar. „Nun ist der Bundestag gefragt, ein Zeichen zu setzen, um Menschen, die sich lieben, unabhängig von ihrem Geschlecht eine Chance zu geben, gemeinsam zu leben und ihre Lebensentwürfe zu verwirklichen“, sagt Eisner abschließend.
Der Antrag wurde von neun Bundesländern eingereicht, darunter auch Thüringen.

Nähere Informationen zum AGG und dem Projekt #gendertrouble finden Sie unter:
www.gendertrouble.info und https://www.facebook.com/lfr.gendertrouble?fref=ts

V.i.S.d.P. und für Rückfragen: Ilona Helena Eisner: 0176/19662307

Facebook: https://www.facebook.com/landesfrauenrat.thuringen

 
Besserer Schutz für geflüchtete Frauen gefordert

Am 05. September fand die 39. Delegiertenversammlung des Landesfrauenrates Thüringen e.V statt. Ein Themenschwerpunkt war die Situation geflüchteter Frauen. Zum 39. Mal hatte der Landesfrauenrat Thüringen am Sonnabend zur Delegiertenversammlung eingeladen. Der Verein vertritt 27 Mitgliedsverbände in Thüringen und tritt für die Gleichstellung von Frauen in allen Lebensbereichen ein.

Ein Themenschwerpunkt war die Situation geflüchteter Frauen in Thüringen. „Insbesondere für Frauen mit Kindern sind die Zustände in den Flüchtlingsunterkünften unzureichend“, so die Vorsitzende des Landesfrauenrates Ilona Helena Eisner. Frauen müssten mit Ihren Kindern die gleichen sanitären Anlagen nutzen, wie Männer, ohne dass ihnen ein eigener Bereich zur Verfügung gestellt werde. Zudem fehle es an abschließbaren Räumlichkeiten, damit Frauen und Kinder in einer geschützten Umgebung übernachten können. „Aufgrund der gemeinsamen Unterbringung von Frauen und Männern auf engstem Raum kommt es häufig zu gewalttätigen Übergriffen“, sagt Eisner. So kommen die sowieso schon traumatisierten Frauen vom Regen in die Traufe. Dem könne nur mit neuen Unterbringungskonzepten, die Frauen und Kinder vor derartigen Übergriffen schützen, Einhalt geboten werden, so Eisner weiter. Zwei dieser Konzepte wurden zur Delegiertenversammlung vorgestellt und darüber beraten. Zum einen eine Arbeitshilfe mit „Empfehlungen an ein Gewaltschutzkonzept zum Schutz von Frauen und Kindern vor geschlechtsspezifischer Gewalt in Gemeinschaftsunterkünften“ vom Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband (Der Paritätische) und zu anderen das Policy Paper „Effektiver Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt – auch in Flüchtlingsunterkünften“ des Deutschen Instituts für Menschenrechte.

„Wir fordern mit Nachdruck die Berücksichtigung dieser Unterbringungs-konzepte zur Gewaltprävention in der Flüchtlingspolitik“, sagte Eisner abschließend. „Geflüchtete Frauen und deren Kinder müssen den besonderen Schutz einer Gesellschaft erhalten. Sie haben ein Recht darauf, in einer gewaltfreien Umgebung den Neuanfang nach Flucht und Vertreibung zu wagen.“

In der 39. Delegiertenversammlung wurde zudem der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland, Landesverband Thüringen (LSVD) einstimmig als neues Mitglied in den Landesfrauenrat Thüringen e.V. aufgenommen.

Zu Gast war Ministerin Heike Werner. Sie würdigte die Leistungen des Landesfrauenrates als Lobbyorganisation und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit. „Der Landesfrauenrat Thüringen ist ein großer Kraftspender in der Arbeit für die Gleichberechtigung von Frauen. Diese Arbeit schaffen wir nur gemeinsam und mit einer starken Basis“, sagte die Ministerin. Im Anschluss stellte sich Frau Werner bereitwillig den zahlreichen Fragen der Delegierten aus den Mitgliedsorganisationen.

V.i.S.d.P. und für Rückfragen: Ilona Helena Eisner: 0176/19662307
Website: http://www.landesfrauenrat-thueringen.de/
Facebook: https://www.facebook.com/landesfrauenrat.thuringen

 
Engagement zu rechten Zeit - KAIROS-Preisverleihung 2015

Der Landesfrauenrat Thüringen e.V. vergibt zum sechsten Mal den Kommunikationspreis Kairos

Der Landesfrauenrat Thüringen e.V. vergibt heute am 08. Juli den Kommunikationspreis KAIROS, der besonderes Engagement im Interesse von Frauen und gelebter Gleichstellung sowie die öffentlich wirksame Kommunikation von Fraueninteressen würdigt. Die Preisträgerin 2015 ist Uta Reber, Leiterin des Frauenzentrums Brennessel e.V. in Erfurt und seit vielen Jahren engagierte  Streiterin für Frauenrechte.

Der Preis wurde gestaltet von der Weimarer Künstlerin Ana Cayuela Muñoz. Er trägt den Titel „FF (frauenfuentes)“ und stellt eine photo-konzeptuelle Serie über Frauen in alternativen Wohnprojekten dar.

Das Grußwort hält Ministerin Heike Werner, die zugleich Schirmherrin des Kommunikationspreises Kairos 2015 ist.

Vorgeschlagen wurde die Preisträgerin durch den Zonta Club Erfurt, einer Mitgliedsorganisation des Landesfrauenrates Thüringen e.V.

Uta Rebers Engagement für Opfer sexueller Gewalt und bei der Integration von Migrantinnen sind nur zwei wichtige Schwerpunkte ihrer langjährigen Arbeit.

„Mit Uta Reber wird in diesem Jahr eine Thüringerin ausgezeichnet, die sich zu jeder Zeit unermüdlich für wichtige und aktuelle Frauenthemen einsetzt, unter anderem auch durch ihr Engagement für Flüchtlingsfrauen“, so Ilona Helena Eisner, Vorsitzende des Landesfrauenrates Thüringen e.V.

Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung durch das Trio Sierov & Schmidt.

V.i.S.d.P. und für Rückfragen: Ilona Helena Eisner: 0176/19662307


 
Presseerklärung des Landesfrauenrat Thüringen e.V. anlässlich der Vorstellung des Projektes #gendertrouble zur Pressekonferenz am 7. Mai 2015 in Erfurt

Am morgigen 8. Mai wird bundesweit an den "Tag der Befreiung"  vor 70 Jahren erinnert. Wir nehmen dies zum Anlass, um ein Zeichen zu setzen gegen eine traurige Tradition. Jahrzehnte nach dem Ende der Nazi-Diktatur sehen wir uns neuen Bedrohungen konfrontiert, die doch die alten geblieben sind. Noch immer werden Menschen wegen ihrer ethnischen Herkunft, einer Behinderung, ihrer sexuellen Identität oder ihrer Religion verfolgt. Offene Diskriminierung ist in breiten Gesellschaftsschichten wieder salonfähig geworden. Sie beginnt bei Mobbing in sozialen Netzwerken, wird sichtbar in Kommentaren und führt über Diskriminierung am Arbeitsplatz bis hin zu körperlichen Übergriffen.

Mit dem Projekt #gendertrouble will der Thüringer Landesfrauenrat als Dachorganisation aktiv gegen jegliche Formen von Diskriminierung vorgehen. Dafür sollen verschiedene Kanäle geöffnet werden über die Opfer und Täter alltäglicher Diskriminierung angesprochen werden können.  Möglich wird uns die Realisation dieser Arbeit aus Projektmitteln der Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Deren Jahresmotto "Gleiches Recht. Jedes Geschlecht." hat uns inspiriert und daran erinnert, dass das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) bald zehn Jahre rechtswirksam in Kraft ist.

Zentrales Element des Projektes ist der Aufbau einer Website. Dort sollen - angelehnt an die Diskriminierungsmerkmale des AGG - Informationen veröffentlicht werden, die nicht nur die "Opfer", sondern vielmehr die „Täter_innen" alltäglicher Diskriminierung für das Thema sensibilisieren. Expert_innen aus den einzelnen Fachverbänden werden dazu exemplarische Fälle von Diskriminierung vorstellen, bewerten und Lösungsansätze aufzeigen.

Wir freuen uns besonders, dass Heike Werner, Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen hat. Damit setzt die Landesregierung zwei Jahre nach Unterzeichnung der Absichtserklärung der "Koalition gegen Diskriminierung" erneut ein sichtbares Zeichen und zeigt den Menschen in Thüringen, dass eine diskriminierungsfreie Gesellschaft nur mit gemeinsamen Anstrengungen erreicht werden kann.

V.i.S.d.P. und für Rückfragen: Ilona Helena Eisner: 0176/19662307

Hier der Aufruf zum Mitmachen

 
Thüringen ist offen, bunt und tolerant!

Wohin soll sich eine Gesellschaft bewegen, wenn sie Teile, die ihr Ganzes ausmachen, ausschließt? Der Landesfrauenrat Thüringen e.V. sieht sich jeden Tag mit dieser Frage konfrontiert. Ganz gleich, welcher Teil der Gesellschaft ausgeschlossen werden soll, ob Frauen, Ausländer, Homosexuelle, Behinderte oder eben auch Anhänger einer bestimmten Glaubensrichtung, es ist immer Diskriminierung. Alle Teile einer Gesellschaft werden als Gesamtes gebraucht, denn sie geben ihr ihre Farben und damit ihre Vielfalt und Einzigartigkeit.

Der Landesfrauenrat Thüringen e.V. ist für eine offene, bunte und tolerante Gesellschaft. Wir sprechen uns gegen Vereinigungen wie „SÜGIDA“ aus, die gezielt versuchen, rechtsradikales und menschenverachtendes Gedankengut als demokratisch und bürgernah darzustellen.

Auf der 36. Delegiertenversammlung des Landesfrauenrates Thüringen e. V. verabschiedeten die Mitglieder einstimmig ein Positionspapier zur "Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit". Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit umfasst alle Einstellungen, die Feindlichkeit gegenüber Gruppen anderer Menschen ausdrücken. Die Vorurteile gegenüber den unterschiedlichen Gruppen sind dabei eng miteinander verknüpft. Menschen mit Vorurteilen gegenüber einer Gruppe stimmen mit einer hohen Wahrscheinlichkeit auch Vorurteilen gegenüber anderen Gruppen zu. So zeigen z.B. einige Studien (z.B. Heitmeyer), dass Antisemitismus und Islamfeindlichkeit miteinander
zusammenhängen.

„Wir brauchen Toleranz und Verständnis. Das geht aber nur in einer vielfältigen und bunten Gesellschaft, in der wir aufeinander zugehen und auch offen für andere sind“, so die Vorsitzende des Landesfrauenrates Thüringen, Ilona Helena Eisner. „Menschen, die in Not bei uns anklopfen, sind nicht per se verdächtig!“

Wir haben es uns als Landesfrauenrat zur Aufgabe gemacht, uns gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und eine Ideologie der Ungleichwertigkeit von Menschen auszusprechen, denn die Qualität und die Humanität einer Gesellschaft, erkennt man an ihrem Umgang mit schwachen Gruppen.

Der Landesfrauenrat Thüringen e.V. wird am 12.01.2015 an der Protestveranstaltung gegen „SÜGIDA“ in Suhl teilnehmen, um ein Zeichen zu setzen für eine tolerante und offene Gesellschaft und für ein demokratisches und buntes Thüringen.


V.i.S.d.P. und für Rückfragen: Ilona Helena Eisner: 0176/19662307

             
 
<< Start < Zurück 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Weiter > Ende >>

Seite 4 von 11
top