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Vorsitzende Andrea Wagner im Amt bestätigt

Pressemitteilung zur 44. Delegiertenversammlung des Landesfrauenrates Thüringen e.V.


Auf der 44. Delegiertenversammlung des Landesfrauenrates Thüringen e.V. wählten die Vertreter*innen der 28 Mitgliedsorganisationen einen neuen Vorstand. Der Vorstand vertritt die Interessen von 250.000 Thüringer*innen, die im Lobbyverband Landesfrauenrat organisiert sind.
Im Amt als Vorsitzende einstimmig bestätigt wurde Andrea Wagner, hauptberuflich Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Weimar. Andrea Wagner bedankt sich für das entgegengebrachte Vertrauen und kündigt an auch mit der bald neuen Landesregierung das Thema Gleichstellung in Thüringen weiter voranzutreiben. Weiter gehören zum neuen Vorstand: Ina Wässerling, Zonta Club Erfurt, als stellvertretende Vorsitzende, Julia Hohmann, Paritätischer Landesverband Thüringen, als Schatzmeisterin sowie Elke Heydrich, Carmen Hehn und Katrin Christ-Eisenwinder als Beisitzer*innen mit je einem eigenen Themenschwerpunkt. Dieser Vorstand wird sich in der neuen Legislatur verstärkt dem Prostituiertenschutzgesetz, der Anerkennung ehrenamtlicher Arbeit und der Umsetzung der Istanbul-Konvention widmen.

Als weitreichender Beschluss im Vorfeld der Landtagswahlen wurde ein Antrag zum Umgang mit der AfD-Fraktion abgestimmt. „Eine Partei, die nicht nur mit ihren frauenfeindlichen, rassistischen und homofeindlichen Äußerungen, sondern auch durch ihre reaktionäre Programmatik gegen die freiheitlich demokratischen, solidarischen und emanzipatorischen Grundprinzipien sowie Ziele unserer Organisation agiert, kann kein verlässlicher Partner zur Erreichung derselben sein“, begründete Andrea Wagner den entsprechenden Antrag. Mehrheitlich einstimmig plädierte die Delegiertenversammlung für die Ablehnung der Zusammenarbeit mit der Partei und ihren Funktionären. Einzige Ausnahme dabei ist die Arbeit mit Parteizugehörigen in ihrer möglichen Funktion als Amtsinhaber*in.
Weitere Beschlüsse sind zeitnah auf der Internetseite des Landesfrauenrates nachzulesen.

V.i.S.d.P. und für Rückfragen: Ilona Helena Eisner: 0176/19662307, Website: http://www.landesfrauenrat-thueringen.de/

 
Outside Sperrbezirk

Pressemitteilung zur Workshop-Konferenz des Landesfrauenrates zum Prostituiertenschutzgesetz und dessen Wirkmacht im Freistaat Thüringen

 Mit der ersten Workshop-Konferenz widmet sich der Landesfrauenrat Thüringen dem Thema: Prostituiertenschutzgesetz. Dieses trat als Bundesgesetz im Juni 2017 in Kraft. In Thüringen gibt es noch keine gültige Rechtsverordnung zur Umsetzung des Gesetzes. Ob dies tatsächlich zu beklagen ist oder das Gesetz an sich in Frage gestellt werden muss, soll in der Konferenz thematisiert werden.

Während der Verein Doma Carmen e.V. aus Frankfurt in seine Studie „Ein Jahr Prostituiertenschutzgesetz – Die Umsetzung des Gesetzes und seine Folgen“ vom Juni 2018 als Kritikpunkte das allgemeine Klima der Rechtsunsicherheit, die Zunahme der Illegalisierung von Sexarbeit und die Nachteile für Sexarbeiter*innen anführt, fordert die Aktion #ROTLICHTAUS das nordische Modell und damit die Freierbestrafung in Deutschland einzuführen. Was eine aktive Sexarbeiterin zum Gesetz zu sagen hat, wie das Landesverwaltungsamt eine Umsetzung angeht und in welchem Entwicklungsstadium sich eine Rechtsverordnung in Thüringen befindet, wird mit den Gästen und Vertretungen dieser verschiedener Sichtweisen diskutiert.

Der Landesfrauenrat Thüringen erhofft sich, dass Aktive und Verantwortliche diese Konferenz nutzen als Gesprächsauftakt, um die tatsächlichen Bedarfe in Thüringen zu ermitteln und die richtigen und notwendigen Instrumente zu entwickeln für den Schutz der in der Prostitution tätigen Menschen. Dazu sagt Andrea Wagner, die Vorsitzende des LFR: „Wir als moderne Gesellschaft brauchen einen geistig-moralischen Paradigmenwechsel. Die menschlichen Bedürfnisse wie Sexualität, Liebe, Beziehung, und Familie müssen miteinander neu verhandelt werden.“

V.i.S.d.P. und für Rückfragen: Ilona Helena Eisner: 0176/19662307
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Wir sind noch keinen Schritt weiter!

Pressemitteilung zum Equal Pay Day 2019 und zur Aktion in Erfurt

Am 18. März ist es wieder so weit, Frauen verdienen endlich!
Mit dem Equal Pay Day wird wieder darauf aufmerksam gemacht, dass Frauen in Deutschland im Durchschnitt 22 % weniger verdienen als Männer. Die Ursachen dafür sind auch strukturell bedingt. Frauen sind oft in Branchen beschäftigt, die schlechter entlohnt werden, sind seltener in Führungspositionen und arbeiten häufiger in Teilzeit. Abgesehen von strukturell bedingten Unterschieden, wurde mit einer Studie im Auftrag des Statistischen Bundesamtes von Claudia Finke, Florian Dumpert und Martin Beck bestätigt, dass Frauen bei gleicher Qualifizierung für die gleiche Tätigkeit ebenfalls schlechter bezahlt werden, als Männer (im Durchschnitt 6 %).

Auch wenn die Bundesregierung versucht, dem entgegenzuwirken, mit z.B. dem Pflegepakt und damit der Aufwertung dieses Berufes, mit dem Entgelttransparenzgesetz, oder mit Anreizen für kürzere Berufsunterbrechungen, fehlt es immer noch an dem nötigen Bewusstsein, dass Frauenarbeit genau so viel Wert ist, wie die, die Männer verrichten. Die Folgen davon sind ein erhöhtes Risiko der Altersarmut, Abhängigkeiten von Ehepartnern oder staatlicher Unterstützung und nicht zuletzt der Verlust der Würde durch die mangelnde Anerkennung der Lebensleistung von Frauen.

Deshalb wird der Arbeitskreis Wirtschaft des Landesfrauenrates Thüringen e.V. gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragten des Freistaates, dem DGB, dem FrauenZentrum Erfurt und der Friedrich-Ebert-Stiftung am 18. März mit einem Frauenpolitischen Rundgang darüber informieren. Von der Pergamentergasse geht es ab 16 Uhr über den Domplatz und die Marktstraße zum Fischmarkt, wo mit einem Theaterstück die Kundgebung ihren Höhepunkt findet.

Zahlen zum EPD aus der Pressemitteilung des statistischen Bundesamtes

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DAS ist keine Lösung!

Pressemitteilung Landesfrauenrat Thüringen e.V. zur Kompromiss-Lösung
§ 219a vom 29. Januar 2019

Der Landesfrauenrat Thüringen missbilligt den Kompromiss der großen Koalition zu § 219a „Werbung für den Abbruch der Schwangerschaft“.

 In den letzten Monaten haben tausende von Frauen bei Demonstrationen und per Schreiben an Politikerinnen und Politiker die Streichung des o.g. Paragrafen aus dem StGB gefordert. Das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung, dem der Landesfrauenrat Thüringen angehört und viele Frauenverbände haben engagiert gegen dieses überalterte Gesetz gekämpft. Der Landesfrauenrat Thüringen e.V. fordert alle Politikerinnen und Politiker, die sich für die Streichung eingesetzt haben und weiter einsetzen werden auf, eine gemeinsame Vorlage notfalls über den Bundesrat, zur Abschaffung des §219a in den Bundestag einzubringen und alternativ zu dem von den Regierungsparteien vorgelegten Papier abzustimmen.

 Die Fraktionsvorsitzenden im Bundestag werden aufgefordert, in diesem Fall keinen Fraktionszwang anzuwenden. Der bekannt gewordene Kompromiss ist abzulehnen und nicht weiter diskutabel.

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#mehrfrauenindieparlamente - Parité-Gesetz in Thüringen

Das verstehe, wer will…

Wenn wir in diesen Tagen an die großen Jubiläen der Frauenrechte denken, dann fällt auf, dass es gerade Frauen der SPD waren, die vor einhundert bzw. siebzig Jahren für die Einführung des Wahlrechtes für Frauen und den Paragraf 3 des Grundgesetztes kämpften. Clara Zetkin und Anita Augspurg waren Mitglied der SPD, bevor sie zur USPD bzw. KPD wechselten. Marie Juchacz blieb der SPD als Kämpferin treu verbunden. Frieda Nadig und Elisabeth Selbert gehören als SPD-Mitglieder zu den Müttern des Grundgesetzes, die mit dafür kämpften, den sogenannten Gleichstellungsparagrafen 3 aufzunehmen. Und ihre Mitstreiterin Helene Wesel trat 1957 in die SPD ein.

Ein Parité- Gesetz würde die Übernahme von gleichberechtigter politischer Verantwortung ermöglichen und garantieren. Was ist aus den Idealen dieser Frauen geworden, wenn es in Thüringen gerade die SPD ist, die den nächsten Schritt zur Einführung eines Parité-Gesetzes nicht unterstützen will? Diese Frage stellen sich der Landesfrauenrat Thüringen und die Gleichstellungsbeauftragte des Freistaates, Katrin Christ-Eisenwinder.

„Bereits seit 2014 fordert der Landesfrauenrat die Einführung eines solchen Gesetzes und unterstützt die Popularklage des Bündnisses „Parité in die Parlamente.“, betont Andrea Wagner (Vorsitzende LFR). Erfreulich ist auch, dass der LFR aktuell eine Einladung von Frau Nahles in den Deutschen Bundestag erhalten hat. Die Dialogveranstaltung, welche am 18. Februar stattfinden wird, trägt den Titel „100 Jahre Frauenwahlrecht – Unser Ziel ist Parität“. Ist das in der Thüringer SPD nicht angekommen? „Wir werden die Kampagne des Deutschen Frauenrates #mehrfrauenindieparlamente jedenfalls tatkräftig unterstützen.“ so Wagner weiter. „Dass die SPD-Fraktionen in anderen Bundesländern, wie z.B. Niedersachsen oder Brandenburg die Einführung eines Parité-Gesetzes vorantreiben, sollte den Thüringer Parteimitgliedern zu denken geben.“ ergänzt Katrin Christ-Eisenwinder.

Wenn die SPD in Thüringen die Zeichen der Zeit nicht erkennt, müssen andere die Ideale der einstigen Vordenkerinnen dieser Partei weitertragen. Der LFR wird sich solange für die tatsächliche Gleichstellung der Geschlechter einsetzen, bis sie erreicht ist.

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