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Wir sind noch keinen Schritt weiter!

Pressemitteilung zum Equal Pay Day 2019 und zur Aktion in Erfurt

Am 18. März ist es wieder so weit, Frauen verdienen endlich!
Mit dem Equal Pay Day wird wieder darauf aufmerksam gemacht, dass Frauen in Deutschland im Durchschnitt 22 % weniger verdienen als Männer. Die Ursachen dafür sind auch strukturell bedingt. Frauen sind oft in Branchen beschäftigt, die schlechter entlohnt werden, sind seltener in Führungspositionen und arbeiten häufiger in Teilzeit. Abgesehen von strukturell bedingten Unterschieden, wurde mit einer Studie im Auftrag des Statistischen Bundesamtes von Claudia Finke, Florian Dumpert und Martin Beck bestätigt, dass Frauen bei gleicher Qualifizierung für die gleiche Tätigkeit ebenfalls schlechter bezahlt werden, als Männer (im Durchschnitt 6 %).

Auch wenn die Bundesregierung versucht, dem entgegenzuwirken, mit z.B. dem Pflegepakt und damit der Aufwertung dieses Berufes, mit dem Entgelttransparenzgesetz, oder mit Anreizen für kürzere Berufsunterbrechungen, fehlt es immer noch an dem nötigen Bewusstsein, dass Frauenarbeit genau so viel Wert ist, wie die, die Männer verrichten. Die Folgen davon sind ein erhöhtes Risiko der Altersarmut, Abhängigkeiten von Ehepartnern oder staatlicher Unterstützung und nicht zuletzt der Verlust der Würde durch die mangelnde Anerkennung der Lebensleistung von Frauen.

Deshalb wird der Arbeitskreis Wirtschaft des Landesfrauenrates Thüringen e.V. gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragten des Freistaates, dem DGB, dem FrauenZentrum Erfurt und der Friedrich-Ebert-Stiftung am 18. März mit einem Frauenpolitischen Rundgang darüber informieren. Von der Pergamentergasse geht es ab 16 Uhr über den Domplatz und die Marktstraße zum Fischmarkt, wo mit einem Theaterstück die Kundgebung ihren Höhepunkt findet.

Zahlen zum EPD aus der Pressemitteilung des statistischen Bundesamtes

V.i.S.d.P. und für Rückfragen: Ilona Helena Eisner: 0176/19662307

Website: http://www.landesfrauenrat-thueringen.de/
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DAS ist keine Lösung!

Pressemitteilung Landesfrauenrat Thüringen e.V. zur Kompromiss-Lösung
§ 219a vom 29. Januar 2019

Der Landesfrauenrat Thüringen missbilligt den Kompromiss der großen Koalition zu § 219a „Werbung für den Abbruch der Schwangerschaft“.

 In den letzten Monaten haben tausende von Frauen bei Demonstrationen und per Schreiben an Politikerinnen und Politiker die Streichung des o.g. Paragrafen aus dem StGB gefordert. Das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung, dem der Landesfrauenrat Thüringen angehört und viele Frauenverbände haben engagiert gegen dieses überalterte Gesetz gekämpft. Der Landesfrauenrat Thüringen e.V. fordert alle Politikerinnen und Politiker, die sich für die Streichung eingesetzt haben und weiter einsetzen werden auf, eine gemeinsame Vorlage notfalls über den Bundesrat, zur Abschaffung des §219a in den Bundestag einzubringen und alternativ zu dem von den Regierungsparteien vorgelegten Papier abzustimmen.

 Die Fraktionsvorsitzenden im Bundestag werden aufgefordert, in diesem Fall keinen Fraktionszwang anzuwenden. Der bekannt gewordene Kompromiss ist abzulehnen und nicht weiter diskutabel.

V.i.S.d.P. und für Rückfragen: Ilona Helena Eisner: 0176/19662307
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#mehrfrauenindieparlamente - Parité-Gesetz in Thüringen

Das verstehe, wer will…

Wenn wir in diesen Tagen an die großen Jubiläen der Frauenrechte denken, dann fällt auf, dass es gerade Frauen der SPD waren, die vor einhundert bzw. siebzig Jahren für die Einführung des Wahlrechtes für Frauen und den Paragraf 3 des Grundgesetztes kämpften. Clara Zetkin und Anita Augspurg waren Mitglied der SPD, bevor sie zur USPD bzw. KPD wechselten. Marie Juchacz blieb der SPD als Kämpferin treu verbunden. Frieda Nadig und Elisabeth Selbert gehören als SPD-Mitglieder zu den Müttern des Grundgesetzes, die mit dafür kämpften, den sogenannten Gleichstellungsparagrafen 3 aufzunehmen. Und ihre Mitstreiterin Helene Wesel trat 1957 in die SPD ein.

Ein Parité- Gesetz würde die Übernahme von gleichberechtigter politischer Verantwortung ermöglichen und garantieren. Was ist aus den Idealen dieser Frauen geworden, wenn es in Thüringen gerade die SPD ist, die den nächsten Schritt zur Einführung eines Parité-Gesetzes nicht unterstützen will? Diese Frage stellen sich der Landesfrauenrat Thüringen und die Gleichstellungsbeauftragte des Freistaates, Katrin Christ-Eisenwinder.

„Bereits seit 2014 fordert der Landesfrauenrat die Einführung eines solchen Gesetzes und unterstützt die Popularklage des Bündnisses „Parité in die Parlamente.“, betont Andrea Wagner (Vorsitzende LFR). Erfreulich ist auch, dass der LFR aktuell eine Einladung von Frau Nahles in den Deutschen Bundestag erhalten hat. Die Dialogveranstaltung, welche am 18. Februar stattfinden wird, trägt den Titel „100 Jahre Frauenwahlrecht – Unser Ziel ist Parität“. Ist das in der Thüringer SPD nicht angekommen? „Wir werden die Kampagne des Deutschen Frauenrates #mehrfrauenindieparlamente jedenfalls tatkräftig unterstützen.“ so Wagner weiter. „Dass die SPD-Fraktionen in anderen Bundesländern, wie z.B. Niedersachsen oder Brandenburg die Einführung eines Parité-Gesetzes vorantreiben, sollte den Thüringer Parteimitgliedern zu denken geben.“ ergänzt Katrin Christ-Eisenwinder.

Wenn die SPD in Thüringen die Zeichen der Zeit nicht erkennt, müssen andere die Ideale der einstigen Vordenkerinnen dieser Partei weitertragen. Der LFR wird sich solange für die tatsächliche Gleichstellung der Geschlechter einsetzen, bis sie erreicht ist.

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25 Jahre Landesfrauenrat Thüringen e. V.

Landesfrauenrat vertritt seit 25 Jahren die Interessen der Thüringer Frauen 

Seit nunmehr 25 Jahren vertritt der Landesfrauenrat als Lobbyorganisation die Interessen von ca. 200.000 Thüringerinnen.

Am 14. Mai 1993 durch 13 Vertreterinnen interessierter Organisationen in Jena gegründet, sind heute 27 Organisationen Mitglied im Landesfrauenrat Thüringen e. V.. Bereits im Gründungsjahr befasste sich der neu gegründete Verband mit der Abschaffung des § 218. „Heute sind wir an dieser Stelle noch nicht wesentlich weiter.“, betont Andrea Wagner, die Vorsitzende des LFR. Doch der Verband ist mit Beschluss der 43. Delegiertenversammlung dem Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung beigetreten und hofft damit für diesen Themenbereich mit mehr Power agieren zu können.

Ein weiteres Thema, mit dem sich der Verband bereits seit seiner Gründung beschäftigt ist die (häusliche) Gewalt gegen Frauen. Gemeinsam mit den jeweiligen Landesregierungen wurde am Hilfenetz für Betroffene und den Förderbedingungen gearbeitet. Doch es ist erschreckend, wie präsent Sexismus und Frauenfeindlichkeit in der Gesellschaft heute noch sind.

Zum ersten Mal in seiner 25-jährigen Geschichte verleiht der LFR Ehrenamtszertifikate an engagierte Menschen in Thüringen, die sich für die Belange der Frauen einsetzten und das auf verschiedenen Ebenen und unterschiedliche Weise. Die Ehrungen nimmt die Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familien, Heike Werner in ihrer Funktion als Vorsitzende des Stiftungsrates der Thüringer Ehrenamtsstiftung vor.

„Die Arbeit im Landesfrauenrat ist von viel Motivation und ehrenamtlichen Engagement geprägt. Zum Jubiläum ist es wichtig, dieses sichtbar zu machen. Gleichzeitig freut es uns, dass der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow zu den Gratulierenden gehören wird und damit den Stellenwert des LFR für Thüringen betont.“, so Wagner.

V.i.S.d.P. und für Rückfragen: Ilona Helena Eisner: 0176/19662307

 
TLM-Pressemitteilung: Frauen • Medien • Rollenbilder - Thüringer Mediengespräch der TLM mit hochrangigen Gästen

Zur Pressemittelung der TLM

Foto 2 (TLM) v. l. n. r.: Roland Lehmann, Radio TEDDY, Ingelore König, Kinderfilm GmbH, Ilona Helena Eisner, Landesfrauenrat Thüringen e. V., Prof. Dr. Martin Geisler, Ernst-Abbe-Hochschule Jena, Dr. Astrid Plenk, Programmgeschäftsführerin des KiKA

 
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