Landesfrauenrat Thüringen warnt vor Rückschritten in der Gleichstellungsarbeit
Delegiertenversammlung verurteilt antifeministische Entwicklungen
Erfurt, 23. August 2025. Auf seiner 49. Delegiertenversammlung hat der Landesfrauenrat Thüringen beschlossen, sich gegen Rückschritte in der Gleichstellungsarbeit einzusetzen und zu antifeministischen Strategien aufzuklären. Gleichstellungspolitisch Errungenschaften, wie Kommunale Gleichstellungsbeauftragte oder Gender-Studies, werden als Teil einer antifeministischen Strategie aktuell gezielt angegriffen und geschwächt. Dies wird offiziell meist mit Kostenersparnissen und Bürokratieabbau begründet.
„Der Abbau solcher Institutionen wirkt sich negativ auf die Gleichstellung von Frauen aus und steht dem Verfassungsauftrag entgegen, die Gleichberechtigung von Frauen und Männern tatsächlich durchzusetzen und bestehende Nachteile zu beseitigen.“
„Frauen müssen die Möglichkeit haben, in einer Gesellschaft ohne Angst und Diskriminierung leben zu können. Wir beobachten gesellschaftliche Entwicklungen, die einen Rückschritt der jahrhundertlang erkämpften Gleichstellungsarbeit bedeuten. Wir müssen uns dafür einsetzen, dass diese antifeministischen Entwicklungen nicht zum Mainstream werden“,
Die Mitglieder des bisherigen Vorstands - Julia Hohmann (Vorsitzende), Donata Vogtschmidt (stv. Vorsitzende), Ina Wäßerling (Schatzmeisterin), Annika Wanierke, Havva Torlak (Beisitzerinnen) wurden für eine weitere Legislatur gewählt. Neu in den Vorstand wurden Henriette Jarke, Vertreterin von Bündnis 90/Die Grünen, und Kerstin Barnowski, Vertreterin vom DGB Hessen-Thüringen, als Beisitzerinnen gewählt. Die bisherige Beisitzerin Eiman Jamous wurde verabschiedet. Der Landesfrauenrat dankt ihr herzlich für ihr Engagement im Vorstand.
Im Rahmen der Delegiertenversammlung wurden der Flüchtlingsrat Thüringen sowie die FINTA*-Gruppe der Partei Volt Thüringen als neue Mitgliedsorganisationen aufgenommen. Damit fließen künftig verstärkt die Perspektiven geflüchteter Frauen in die Arbeit des Landesfrauenrats ein. Außerdem wird die Zusammenarbeit mit einer weiteren Partei vertieft, die sich für mehr Frauen und Diversität in der Politik einsetzt.
Der Landesfrauenrat Thüringen bedankt sich bei allen Delegierten und Gäst:innen für die engagierten Diskussionen und den produktiven Austausch.
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