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Landesfrauenrat fordert konsequenteren Einsatz gegen Hate Speech und die Verankerung des Ehrenamts in die Thüringer Verfassung

neu gewählter Vorstand des Landesfrauenrats Thüringen: Julia Hohmann (Vorsitzende), Ina Wäßerling (Schatzmeisterin), Donata Vogtschmidt (stellvertretende Vorsitzende), Evelyn Kranz
Die Delegierten bei der Abstimmung, Katja Schröder
Vorstand des Landesfrauenrats Thüringen (Legislatur 2019 bis 2022): Ina Wäßerling (ehem. stellvertretende Vorsitzende), Julia Hohmann (ehem. Schatzmeisterin), Katrin Christ-Eisenwinder (ehem. Beisitzerin), Katja Schröder

Pressemitteilung zur 46. Delegiertenversammlung des Landesfrauenrats Thüringen

Der Ausbau von Anlaufstellen für Betroffene von Hate Speech sowie eine verbesserte Strafverfolgung wurden auf der 46. Delegiertenversammlung des Landesfrauenrats Thüringen gefordert. Besonders Frauen, Menschen mit Behinderungen, queere Menschen und Menschen mit Migrationsbiografie sind von Hass im Netz betroffen.

Oft wissen Opfer nicht, wohin sie sich nach erlebtem Hass wenden können. In Thüringen ist der Ausbau von Beratungsangeboten für Betroffene, aber auch die Schulung und Sensibilisierung von Polizei und der Aufbau einer Schwerpunktstaatsanwaltschaft notwendig. Der Antrag wurde einstimmig von den Mitgliedsorganisationen des Landesfrauenrats Thüringen beschlossen.

Die Delegiertenversammlung des Landesfrauenrats Thüringen fordert des Weiteren die Verankerung von Ehrenamt in der Thüringer Verfassung. In Thüringen liegt der Anteil von bürgerschaftlichem Engagement bei 41% und damit über dem Bundesdurchschnitt. Andere Bundesländer wie Bayern, Baden-Württemberg und Hessen sind den Schritt bereits gegangen und haben das Ehrenamt als Staatsziel zur Aufgabe gemacht.

In Thüringen engagieren sich ca. 850.000 Bürger:innen im gesellschaftlichen, sozialen, kulturellen und politischen Bereich. Ehrenamt dient sowohl dem Gemeinwohl als auch jedem Einzelnen. Das Ehrenamt unter besonderen Schutz zu stellen, soll eine entsprechende Wertschätzung und Anerkennung ausdrücken, aber auch die finanziellen und strukturellen Rahmenbedingungen für das Ehrenamt sichern. Für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft brauchen wir Förderung von Ehrenamtsstrukturen und somit die Förderung von Vereinen, Verbänden, Initiativen und Organisationen.

Auf der diesjährigen Delegiertenversammlung wurde zudem ein neuer Vorstand gewählt. Neue Vorstandsvorsitzende ist Julia Hohmann (Paritätischer Wohlfahrtverband), die bereits seit mehr als zehn Jahren im Vorstand des Landesfrauenrats aktiv ist. Als stellvertretende Vorsitzende wurde Donata Vogtschmidt (DIE LINKE) gewählt, Ina Wäßerling (Zonta International Club Erfurt) ist neue Schatzmeisterin. Die gewählten Beisitzerinnen sind Havva Torlak (IBS Thüringen), Susanne Martin (Bündnis 90/Die Grünen) sowie Eiman Jamous (vorgeschlagen vom Frauenzentrum Erfurt).

Der Landesfrauenrat verabschiedet sich von der langjährigen Vorsitzenden, Andrea Wagner (LAG kommunaler Gleichstellungsbeauftragten), und der Beisitzerin Katrin Christ-Eisenwinder (ehemalige Thüringer Gleichstellungsbeauftragte) und bedankt sich für ihr Engagement im Landesfrauenrat und darüber hinaus für Frauen und Gleichstellung in Thüringen.

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