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Feministischer Kulturtipp

Kulturbeitrag Maid, Henneberger

Serientipp Maid

 Worum es geht:
Es ist noch nachts als die 25-jährige Alex ihre zweijährige Tochter Maddy nimmt und zum Auto läuft. Sie laufen vorbei an dem Loch in der Wand, was ihr Freund Sean nur wenige Stunden zuvor im Streit in die Wand schlug.
Das ist erst der Anfang von Alex Versuch sich aus ihrer toxischen Beziehung mit Sean zu befreien. Darauf folgen Sozialhilfe, Obdachlosigkeit und bürokratische Hürden. Um zu überleben, arbeitet Alex als unterbezahlte Putzkraft und spürt die Ungerechtigkeiten des sozialen Systems.
Im Frauenhaus lernt sie Danielle kennen, die trotz physischer Gewalt zu ihrem Ex-Partner zurückkeht.
Das zeigt: die Trennung aus einer toxischen Beziehungen geht aufgrund von Angst oder finanzieller Abhängigkeit oft mit Rückschlägen einher. Diese muss Alex selbst auch erleben.
Sean versucht derweil trotz seiner Alkoholerkrankung das Sorgerecht für Maddy zu bekommen.

Warum du Maid schauen solltest:
Die Serie beruht auf wahren Begebenheiten: wie Alex floh auch die Autorin des Buches, auf dem die Serie beruht, vor einer toxischen Beziehung und arbeitete jahrelang als Putzkraft, um sich und ihre Tochter durchzubringen. Gerade deswegen zeigt die Serie ganz ohne Beschönigungen Armut, emotionalen Missbrauch, häusliche Gewalt und Existenzängste. Aber auch Solidarität unter Frauen und die Fähigkeit Hilfe anzunehmen werden in der Serie aufgegriffen. Maid ist definitiv keine fröhliche Serie für einen gemütlichen Serienabend, sondern sensibilisiert und regt zum Nachdenken an.

Zum Nachschauen:
Titel: Maid
Autorin: Stephanie Land
Drehbuchautorin: Molly Smith Metzler
Regie: John Wells

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