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Herzlich Willkommen beim Landesfrauenrat Thüringen e.V.


Die einzige Beständigkeit ist die Veränderung

Ilona Helena Eisner wird den Landesfrauenrat Thüringen als Geschäftsführerin zum Jahresende verlassen. Zwar mit Bedauern, aber auch großem Dank reagiert der Vorstand auf diese Veränderung. Die Stelle wird neu ausgeschrieben. Die Ausschreibung finden Sie hier. Wir bitten, uns bei der Suche nach einer neuen Geschäftsführer*in zu unterstützen und die Ausschreibung an Interessierte weiterzuleiten.

 
2. AUFRUF

„I dissent!“ (Ruth Bader Ginsburg, 1933-2020)

Der Landesfrauenrat Thüringen e.V. hat im August Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht gegen das Urteil des Thüringer Verfassungsgerichtshofes zum Paritätsgesetz eingelegt. Inzwischen haben sich dem schon über 300 Menschen angeschlossen!

Auch Sie können sich anschließen und gemeinsam mit uns Geschichte schreiben! Erteilen Sie unserer Anwältin Prof. Silke Ruth Laskowski die Vollmacht der Beschwerdeführung!

Hier finden Sie das Formular.

Es muss ausgedruckt, mit Originalunterschrift und Privatanschrift versehen, an den Landesfrauenrat Thüringen e.V., Johannesstraße 19, 99084 Erfurt per Post gesendet werden.

Zwei ostdeutsche Bundesländer Brandenburg und Thüringen haben den Demokratieschub gewagt und fordern Parität in den Parlamenten. Dass diese Forderungen nicht verfassungswidrig, sondern an der Zeit sind, wollen wir beweisen.
Werden Sie Teil einer historischen Bewegung!
Tragen Sie bei zum Erfolg eines längst überfälligen Gesetzes!
Heben Sie die Demokratie mit uns auf eine neue Stufe!

Rufen Sie mit uns wie die großartige US-amerikanische Verfassungsrichterin Ruth Bader Ginsburg:

„I dissent!“ – „Ich widerspreche!“

 
AUFRUF!!! AUFRUF!!! AUFRUF!!! AUFRUF!!! AUFRUF!!! Unterstützen Sie unsere Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht, zum Schutz des Artikels 3,2 des Grundgesetztes!

Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

Vor 70 Jahren rief Elisabeth Selbert dazu auf, die Einführung des Art. 3 mit Wortlaut: „Männer und Frauen sind gleichberechtigt.“ in die deutsche Verfassung aufzunehmen, zu unterstützen. Wäschekörbeweise kamen daraufhin Briefe an den Parlamentarischen Rat. Die Bürgerinnen und Bürger zeigten damit zum einen, dass die Zeit reif war, für die Gleichberechtigung und zum anderen, dass der Rat an ihnen nicht vorbeikommt.

Auch wenn wir einiges erreicht haben, sind wir noch lange nicht am Ziel. Eine paritätische Besetzung der Parlamente würde nicht nur den Anteil der Bevölkerung an Männern und Frauen widerspiegeln, sondern auch garantieren, dass die Interessen aller vertreten sind.

Der Thüringer Verfassungsgerichtshof hat das am 1. Januar 2020 in Kraft getretene Paritätsgesetz auf Klage der AfD-Fraktion zurückgewiesen u.a. mit der historischen Begründung, dass die Schreiber*innen der Thüringer Landesverfassung die Klausel der aktiven Förderung durch den Staat vor 27 Jahren nicht aufnehmen wollten. Auch wenn diese Begründung absurd ist, weil sie ihrer Logik nach auf andere Gebiete angewendet, Entwicklung verhindern würde, täuscht sie nicht darüber hinweg, dass die Landesverfassung des Freistaates dennoch dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland unterzuordnen ist. Somit haben bisher 20 wahlberechtigte Thüringer*innen gegen dieses Urteil beim Bundesverfassungsgericht Beschwerde eingelegt.

Noch weiter gedacht könnten alle, die potentiell den Freistaat Thüringen besuchen, Benachteiligung erfahren, wenn das Grundgesetz an dieser Stelle „ausgehebelt“ wird. Damit besteht die Möglichkeit, dass alle Bürger*innen der Bundesrepublik, die Interesse an der Durchsetzung des GG Art. 3 haben, sich als Beschwerdeführende anschließen können. Wäre es nun nicht großartig, wenn aus dem ganzen Land tausende Vollmachten in Karlsruhe eingingen, ähnlich der vielen Briefe an den Parlamentarischen Rat?

Dazu muss diese Vollmacht ausgefüllt und im Original an den Landesfrauenrat Thüringen geschickt werden. Wir geben diese an die mit der Beschwerdeführung beauftragte Anwältin weiter.

Lassen Sie uns gemeinsam Geschichte schreiben!

Lassen Sie uns gemeinsam um die Gültigkeit des Grundgesetzes mit allen Artikeln in allen Bundesländern einstehen!

Lassen Sie uns gemeinsam den Weg der Mütter des Grundgesetzes weitergehen bis wir tatsächliche Gleichberechtigung erreicht haben!

 
Thüringer Paritätsgesetz Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht zum Thüringer Urteil

Pressemitteilung

Und sie fürchten sich doch! 

Als der Landesfrauenrat Thüringen e.V. am 13. Mai 2020 vor dem Thüringer Verfassungsgerichtshof die Anhörung zur Klage gegen das Thüringer Paritätsgesetz begleitete, war auf dem Transparent zu lesen: Männer fürchtet euch nicht! Wer auch sollte sich vor einem paritätisch besetzten Parlament fürchten?

Mit dem Urteil am 15. Juli 2020, welches das Gesetz für nichtig erklärte, wurde deutlich, wer sich fürchtet: Männer,Fraktionen und Regierungen! DerRot-Rot-Grüne Landtag hatte die Gesetzesänderung im Sommer 2019 beschlossen. Die Landesregierung stand hinter diesem Paritätsgesetz. Die Klage der AfD-Fraktion beim Thüringer Verfassungsgerichtshof ließ nicht lange auf sich warten. Nach dem Urteil vom 15. Juli erwarteten wir, dass die Regierungsfraktionen für die Gesetzesänderung kämpfen. Doch wir wurden enttäuscht. Bis einen Tag vor Ablauf der Frist zur Einlegung einer Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht, legten weder die Landesregierung noch die Regierungsparteien DIE LINKE, SPD oder die GRÜNEN eine Verfassungsbeschwerde ein.

Da die negative Signalwirkung des Weimarer Urteils auf andere Verfahren zur Gesetzesänderung hin zu mehr Parität in den deutschen Parlamenten nicht zu unterschätzen ist, werden wir dieses Urteil nicht einfach hinnehmen. Der LFR sieht sich nun in der Pflicht, den nächsten Schritt zu gehen. Auf unsere Initiative fanden sich 13 in Thüringen wahlberechtigte Personen, die gemeinsam Professorin Silke Laskowski mit der Beschwerdeführung bevollmächtigt haben. Dazu gehören der gesamte Vorstand und die Mitarbeiterinnen des LFR, der Geschäftsführer des PARITÄTISCHEN Landesverbandes Thüringen, drei Parteimitglieder der LINKEN Thüringen und weitere Sympathisant*innen. Neun Frauen und vier Männer tragen das private Risiko der Beschwerdeführung vor dem Bundesverfassungsgerichtshof.

„Ich bin verwundert, dass die Landesregierung so schnell aufgibt.“sagt Andrea Wagner, die Vorsitzende des Landesfrauenrates Thüringen. Ab jetzt arbeiten wir mit der Prozessbevollmächtigten Silke Laskowski zusammen. “Die demokratischen Kräfte in Thüringen sind noch immer vorhanden, sie sind kämpferisch, entschlossen und bereit einzufordern, was seit Jahrzehnten im Grundgesetz verankert ist: Artikel 3 Absatz 2 Grundgesetz, der die tatsächliche Gleichstellung der Geschlechter fordert. Das Grundgesetz gilt auch in Thüringen.„Ich danke allen anderen Mitstreiter*innen, die mit ihrem Namen diese Beschwerde unterstützen., so Wagner weiter.

V.i.S.d.P. und für Rückfragen: Ilona Helena Eisner: 0176/19662307

Website: http://www.landesfrauenrat-thueringen.de/

Facebook: https://www.facebook.com/Landesfrauenrat-Thüringen-1618792981711950/

 
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