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Gespräch des Vorstandes des Landesfrauenrates Thüringen e.V. mit Minister Dieter Lauinger im Thüringer Ministerium für Migration, Justiz und Verbraucherschutz am 18. Januar 2017

Die Situation von geflüchteten Frauen muss auch in Thüringen sehr differenziert betrachtet werden. Neben der geforderten dezentralen Unterbringung und der Verbesserung der medizinischen Versorgung, gibt es noch weitere Probleme, auf die der Landesfrauenrat aufmerksam machen will. „Da geht es um Gewaltschutz für Frauen, die Kosten für Dolmetscherinnen, um die Möglichkeit der Kinderbetreuung und die Schaffung von niederschwelligen Zugangsvoraussetzungen für Frauen, z. B. bei Sprach- oder Integrationskursen zum Beispiel.“, sagt die Vorsitzende Ilona Helena Eisner.

Problematisch in diesem Zusammenhang ist, dass dem erhöhten Betreuungsaufwand, den flüchtende Frauen verständlicherweise haben, mit den jetzt bestehenden Hilfestrukturen von Beratungsstellen oder Gewaltschutzprojekten, derzeit keine Rechnung getragen werden kann. Ein großes Thema sind die Kosten für Dolmetscherinnen, gerade wenn sie im Gesundheitsbereich oder im Gewaltschutz benötigt werden. Diese Kosten werden in manchen Ämtern nur für geflüchtete Frauen mit anerkanntem Status geleistet, Frauen mit noch keinem anerkannten Status haben keinen Anspruch. Es liegt dann im Ermessen der Behörde, inwieweit diese freiwillige Aufgabe angegangen wird. Das Problem der fehlenden Dolmetscherinnenleistungen wird auch dann nochmal deutlich, wenn es um Haftungsrecht, zum Beispiel im medizinischen Bereich geht.

 

„Zu diesen Themen arbeiten wir eng mit der Landesgleichstellungs-beauftragten Katrin Christ-Eisenwinder zusammen, die auch immer wieder auf die Problematik der fehlenden Dolmetscherinnenleistungen aufmerksam macht.“, so Eisner weiter. Ein Problem kann nicht ignoriert werden, weil es um Frauen geht, die einen geringeren Stellenwert einnehmen, “mitgedacht“ werden oder nur 20 % von 100 % flüchtenden Menschen darstellen.

 

Weitere Informationen gibt: Ilona Helena Eisner, Vorsitzende Landesfrauenrat Thüringen e.V., Telefon: 0176-19662307

Foto: TMMJV


 
Landesfrauenrat Thüringen e.V. wählt neuen Vorstand

Auf der 40. Delegiertenversammlung des Landesfrauenrates Thüringen e.V. wurde am Samstag, den 3. September 2016, ein neuer Vorstand gewählt.

Als Vorsitzende wurde Ilona Helena Eisner zum zweiten Mal einstimmig im Amt bestätigt. „Ich freue mich sehr über meine Wiederwahl und das entgegengebrachte Vertrauen. Geschlechter- und Chancengerechtigkeit sind mir Herzensanliegen, die ich im Amt der Vorsitzenden vehement vertrete. Nach Außen und Innen die Anliegen der Thüringer Frauen aufzunehmen, sichtbar und hörbar zu machen geht aber nicht allein.

Ein starker verlässlicher Vorstand und gute Strukturen in der Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle und den Mitgliedsorganisationen sind unerlässlich.“, so die Vorsitzende Ilona Helena Eisner.

Dem Vorstand gehören außerdem an: Andrea Wagner, LAG der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten Thüringen, als stellvertretende Vorsitzende, Julia Hohmann, DER PARITÄTISCHE Thüringen, als Schatzmeisterin sowie Elke Heydrich, Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) Thüringen, Ina Wäßerling, ZONTA Club Erfurt, Kerstin Kloß, SoVD Landesverband Thüringen und Ines Schatz, Thüringer Beamtenbund (tbb) als Beisitzerinnen. Eisner dankte den Gewählten herzlich für ihre Bereitschaft, die arbeitsintensive ehrenamtliche Aufgabe im Vorstand übernommen zu haben.

Inhaltlich beschäftigte sich der Landesfrauenrat mit insgesamt drei Anträgen. Es wurden Anträge zur Verbesserung der rentenrechtlichen Situation der vor 1992 im Beitrittsgebiet Geschiedenen, zur Durchführung einer Kampagne zu den bevorstehenden Thüringer Wahlen 2018 und 2019 sowie zur Zusammensetzung der Jury für den KAIROS Kommunikationspreis beraten.

Die Delegiertenversammlung plädiert für die Unterstützung der vor 1992 im Beitrittsgebiet Geschiedenen. Ziel ist eine Verbesserung der rentenrechtlichen Situation der Betroffenen, um Altersarmut entgegenzuwirken. Der Antrag wurde einstimmig angenommen. Der Landesfrauenrat wird sich auch weiterhin dafür einsetzen, Frauen verstärkt für die Kommunalpolitik zu gewinnen und wird dieses Thema auch zukünftig in seine Arbeit einfließen lassen. Ferner spricht sich der Landesfrauenrat mit Beschluss der 37. Delegiertenversammlung zudem grundsätzlich für ein Parité-Gesetz nach französischem Vorbild in Thüringen aus und unterstützt das Aktionsbündnis Parité in den Parlamenten für die noch offene Popularklage beim Bayrischen Verfassungsgerichtshof (38. DV).

Für die Verleihung des KAIROS Kommunikationspreises 2017 wurde beschlossen, eine Jury bestehend aus der letztjährigen Preisträgerin, einer Vertreterin der Delegiertenversammlung, einer Vertreterin des Vorstandes des LFR, einer Künstlerin und einem Sponsoring-Platz zu wählen. Als Vertreterin der Delegiertenversammlung wurde Petra Hauthal, Arbeitsgemeinschaft Weiberwirtschaft, DIE LINKE Thüringen gewählt.
Des Weiteren wurden eine geänderte Satzung sowie eine geänderte Geschäftsordnung der Geschäftsführung des Landesfrauenrates einstimmig beschlossen.

Der Landesfrauenrat Thüringen e.V. ist eine Lobbyorganisation für fast 250.000 Frauen in ganz Thüringen und setzt sich aktiv für die rechtliche und tatsächliche Gleichberechtigung und gleiche Verwirklichungschancen für Frauen und Männer ein.

V.i.S.d.P. und für Rückfragen: Ilona Helena Eisner: 0176/19662307 oder Katharina Seidel: 0176/60900590

Website: http://www.landesfrauenrat-thueringen.de/
Facebook: https://www.facebook.com/landesfrauenrat.thuringen

 
Neue Broschüre „Willkommen sein – Willkommen fühlen um gut anzukommen in Erfurt. Ihre Rechte als Frau in Deutschland“

Das Gleichstellungsbüro der Erfurter Stadtverwaltung hat eine neue Broschüre „Willkommen sein – Willkommen fühlen um gut anzukommen in Erfurt. Ihre Rechte als Frau in Deutschland“ herausgegeben. Informiert wird in vier Sprachen (Deutsch, Englisch, Arabisch und Dari) über Rechte der Frauen in Deutschland: Hier gehts zur Broschüre

 
Gemeinsame Pressemitteilung

Am 5. Juli hatte die AfD Thüringen eine Pressekonferenz zum Thema Thüringer Bildungsplan im Thüringer Landtag angekündigt. Hierzu veröffentlichten die GEW Thüringen, profamilia, Landesschülervertretung Thüringen, AIDS-Hilfe Weimar und Ostthüringen e.V., Queerfurt, Vielfalt Leben – QueerWeg Verein für Thüringen e.V. und der Landesfrauenrat Thüringen e.V. eine gemeinsame Pressemitteilung, die sich gezielt mit den von der AfD konstatierten Unzulänglichkeiten des Thüringer Bildungsplanes auseinandersetzte und diese widerlegte. Auch der Lesben- und Schwulenverband Thüringen (LSVD Thüringen) veröffentlichte eine Pressemitteilung hierzu.

Die gemeinsame Pressemitteilung finden Sie hier.

Parallel fand vor dem Thüringer Landtag eine Gegendemonstration dieser Vertreter_innen statt. Einen kleinen Eindruck der Gegendemonstration vor dem Thüringer Landtag finden Sie unter https://de-de.facebook.com/Landesfrauenrat-Th%C3%BCringen-1618792981711950/

 
Gemeinsame Presseerklärung des BPW Clubs Erfurt e.V., der Friedrich-Ebert-Stiftung, Landesbüro Thüringen, des Landesfrauenrates Thüringen e.V., und der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Weimar

Frauenpower in der Weimarer Innenstadt
Aktion zum Equal Pay Day am 19.03.2016
Thema 2016: Was ist meine Arbeit wert?
Ursachen von Gender Pay Gap gemeinsam bewältigen!

Weimar, den 19.03.2016

Mit geballter Frauenpower werden die vier oben genannten Initiatorinnen den Equal Pay Day am 19. März 2016 lautstark in Weimar begehen. Gemeinsam soll  auf die anhaltende Ungleichheit im Portemonnaie, (vor allem bei Frauen), zwischen Frauen und Männern aufmerksam gemacht werden.

Die Akteurinnen demonstrieren ab 14:00 Uhr auf dem Theaterplatz und kommen mit BürgerInnen ins Gespräch. Im Straßentheater „Der Lauf des Lebens“ zeigen wir, was es mit dem Equal Pay Day auf sich hat und möchten die BesucherInnen zum Nachdenken anregen. Eingeladen sind Katrin Christ-Eisenwinder, Gleichstellungsbeauftragte Thüringen, Andrea Wagner, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Weimar, Ilona Helena Eisner, Vorsitzende Landesfrauenrat Thüringen e.V., Eva Nagler, Referentin Friedrich-Ebert-Stiftung Thüringen und Antje Burghardt, Vorsitzende BPW Club Erfurt e.V.

Warum gehen wir auf die Straße?
Einer aktuellen Befragung zufolge stimmen 90 Prozent der Frauen und Männer in Deutschland dem Grundsatz zu, dass Frauen und Männer gleich entlohnt werden sollen. Die Lohnlücke in Deutschland beträgt jedoch 21,6 Prozent. Damit liegt Deutschland weiterhin unter den Schlusslichtern Europas. Bis zur Schließung der Lohnlücke ist es noch ein weiter Weg, vieles ist bereits getan.

Der Business and Professional Women (BPW) Germany e.V. initiierte den Equal Pay Day 2008 erstmals in Deutschland. Seitdem wächst die Zahl und Vielfalt der Veranstaltungen von Jahr zu Jahr. Henrike von Platen, Präsidentin des Frauennetzwerks BPW, erwartet auch in diesem Jahr wieder über 1.000 Aktionen in hunderten deutschen Städten und Gemeinden: „Die Lohnlücke von 21,6 Prozent zu schließen, ist ein langer Weg, der nur gemeinsam beschritten werden kann. Wir haben mit der Kampagne versucht auch in die letzten Winkel der Republik vorzudringen und ein Problembewusst-sein geschaffen. Jetzt müssen Frauen und Männer, Unternehmen, Politik und Sozialpartner gemeinsam die Ursachen angehen. Sie sind eingeladen, am Equal Pay Day zusammen für eine gleichberechtigte Zukunft einzutreten und aktiv an der Gestaltung mitzuwirken. Ob durchschnittlich, bereinigt oder unbereinigt, man kann es drehen, formulieren und wenden, die Lücke ist zu groß, die Prozente müssen purzeln. Suchen Sie sich eine Ursache aus und machen den ersten Schritt, diese zu bewältigen.“

Die diesjährige Kampagne zum Equal Pay Day fragt WAS IST MEINE ARBEIT WERT? und macht BERUFE MIT ZUKUNFT zum Schwerpunktthema. Damit spricht die Kampagne eine breite Öffentlichkeit an. Ziel ist es, für Entscheidungen
und Konsequenzen im Lebensverlauf  – von der Berufswahl bis zur Rente – zu sensibilisieren. Außerdem soll auch die Wertschätzung gegenüber sozialen Dienstleistungen erhöht und ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis in allenBranchen geschaffen werden. Lohngerechtigkeit und Gleichstellung sind nicht nur Grundrechte, sondern auch Wirtschaftsfaktor. Frauen im Arbeitsmarkt und Lohngerechtigkeit stärken Unternehmen – nach innen, wie außen.

 
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