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Gewalt gegen Frauen nicht hinnehmbar

Zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen

Jede dritte Frau ist laut EU-Angaben schon einmal Opfer von häuslicher oder sexueller Gewalt geworden. Doch obwohl es so viele Betroffene in allen gesellschaftlichen Gruppen und Schichten gibt, ist und bleibt Gewalt in den eigenen vier Wänden nach wie vor ein Tabuthema.

Woran liegt das? Einerseits oft an finanziellen, noch häufiger aber an den durch die Gewalt selbst verursachten emotionalen Abhängigkeiten. Denn auch Kinder sind von Gewalt mitbetroffen, selbst dann, wenn sie keine direkte Gewalt erfahren mussten.

Auch eingefahrene Rollenklischees und die immernoch bestehende Lohnungleichheit zwischen Frauen und Männern spielen eine große Rolle.

„Hinzu kommt, dass Gewalttaten, wie sexuelle Belästigung häufig als Kavaliersdelikt abgetan werden oder den Frauen sogar eine Mitschuld unterstellt wird", so Ilona Helena Eisner, Vorsitzende des Landesfrauenrates Thüringen. Selbst bei Gerichtsverhandlungen sei dies zu beobachten. „Die aktuelle Gesetzeslage bietet Frauen kaum Rechtssicherheit. Hier besteht dringend Handlungsbedarf", so Eisner weiter.

Zudem stünden viele betroffene Frauen oftmals vor dem Problem, dass sie nicht wissen, wie sie richtig vorgehen können, wenn sie Hilfe suchen wollen.

„Hier wäre eine Checkliste, die es für viele andere Problemlagen auch schon gibt, wünschenswert. Ein erster Anlaufpunkt kann auch das bundesweit angebotene Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen sein, das auf die vielfältigen Beratungsmöglichkeiten hinweist", sagt Eisner. Der heutige Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen soll aber nicht nur aufmerksam machen. „Das Thema muss raus aus der Tabuecke," sagt Eisner abschließend. „Denn jede Betroffene ist eine zuviel."

Wir ermutigen alle Frauen die anonyme, kostenfreie telefonische Beratung des Hilfetelefons Gewalt gegen Frauen unter 0800 116 016 zu nutzen.

V.i.S.d.P. und für Rückfragen: Ilona Helena Eisner: 0176/19662307

 
„Ehe für alle“ Für eine vollständige Gleichbehandlung von gleichgeschlechtlichen Paaren

Der Landesfrauenrat Thüringen e.V. begrüßt den mehrheitlichen Beschluss des Antrages „Ehe für alle – Entschließung für eine vollständige Gleichbehandlung von gleichgeschlechtlichen Paaren“ durch den Bundesrat.

Nach wie vor haben gleichgeschlechtliche Partner in Deutschland nach einer Verpartnerung nicht die gleichen Rechte, wie verschiedengeschlechtliche Paare, die eine klassische Ehe eingehen. „Dies stellt ganz klar eine Diskriminierung aufgrund der sexuellen Identität dar, die durch das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) eindeutig geregelt ist“, so Ilona Helena Eisner, Vorsitzende des Landesfrauenrates Thüringen e.V. „Es gibt keinen nachvollziehbaren Grund, warum gleichgeschlechtliche Paare in einer modernen Gesellschaft nicht die gleichen Rechte genießen dürfen, wie Ehepartner“, so Eisner weiter. Gerade in einer Zeit in der sich das Verständnis von Ehe kontinuierlich wandle, sei eine Ungleichbehandlung auch in dieser Hinsicht für gleich- und verschiedengeschlechtlicher Paare untragbar. „Nun ist der Bundestag gefragt, ein Zeichen zu setzen, um Menschen, die sich lieben, unabhängig von ihrem Geschlecht eine Chance zu geben, gemeinsam zu leben und ihre Lebensentwürfe zu verwirklichen“, sagt Eisner abschließend.
Der Antrag wurde von neun Bundesländern eingereicht, darunter auch Thüringen.

Nähere Informationen zum AGG und dem Projekt #gendertrouble finden Sie unter:
www.gendertrouble.info und https://www.facebook.com/lfr.gendertrouble?fref=ts

V.i.S.d.P. und für Rückfragen: Ilona Helena Eisner: 0176/19662307

Facebook: https://www.facebook.com/landesfrauenrat.thuringen

 
Besserer Schutz für geflüchtete Frauen gefordert

Am 05. September fand die 39. Delegiertenversammlung des Landesfrauenrates Thüringen e.V statt. Ein Themenschwerpunkt war die Situation geflüchteter Frauen. Zum 39. Mal hatte der Landesfrauenrat Thüringen am Sonnabend zur Delegiertenversammlung eingeladen. Der Verein vertritt 27 Mitgliedsverbände in Thüringen und tritt für die Gleichstellung von Frauen in allen Lebensbereichen ein.

Ein Themenschwerpunkt war die Situation geflüchteter Frauen in Thüringen. „Insbesondere für Frauen mit Kindern sind die Zustände in den Flüchtlingsunterkünften unzureichend“, so die Vorsitzende des Landesfrauenrates Ilona Helena Eisner. Frauen müssten mit Ihren Kindern die gleichen sanitären Anlagen nutzen, wie Männer, ohne dass ihnen ein eigener Bereich zur Verfügung gestellt werde. Zudem fehle es an abschließbaren Räumlichkeiten, damit Frauen und Kinder in einer geschützten Umgebung übernachten können. „Aufgrund der gemeinsamen Unterbringung von Frauen und Männern auf engstem Raum kommt es häufig zu gewalttätigen Übergriffen“, sagt Eisner. So kommen die sowieso schon traumatisierten Frauen vom Regen in die Traufe. Dem könne nur mit neuen Unterbringungskonzepten, die Frauen und Kinder vor derartigen Übergriffen schützen, Einhalt geboten werden, so Eisner weiter. Zwei dieser Konzepte wurden zur Delegiertenversammlung vorgestellt und darüber beraten. Zum einen eine Arbeitshilfe mit „Empfehlungen an ein Gewaltschutzkonzept zum Schutz von Frauen und Kindern vor geschlechtsspezifischer Gewalt in Gemeinschaftsunterkünften“ vom Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband (Der Paritätische) und zu anderen das Policy Paper „Effektiver Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt – auch in Flüchtlingsunterkünften“ des Deutschen Instituts für Menschenrechte.

„Wir fordern mit Nachdruck die Berücksichtigung dieser Unterbringungs-konzepte zur Gewaltprävention in der Flüchtlingspolitik“, sagte Eisner abschließend. „Geflüchtete Frauen und deren Kinder müssen den besonderen Schutz einer Gesellschaft erhalten. Sie haben ein Recht darauf, in einer gewaltfreien Umgebung den Neuanfang nach Flucht und Vertreibung zu wagen.“

In der 39. Delegiertenversammlung wurde zudem der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland, Landesverband Thüringen (LSVD) einstimmig als neues Mitglied in den Landesfrauenrat Thüringen e.V. aufgenommen.

Zu Gast war Ministerin Heike Werner. Sie würdigte die Leistungen des Landesfrauenrates als Lobbyorganisation und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit. „Der Landesfrauenrat Thüringen ist ein großer Kraftspender in der Arbeit für die Gleichberechtigung von Frauen. Diese Arbeit schaffen wir nur gemeinsam und mit einer starken Basis“, sagte die Ministerin. Im Anschluss stellte sich Frau Werner bereitwillig den zahlreichen Fragen der Delegierten aus den Mitgliedsorganisationen.

V.i.S.d.P. und für Rückfragen: Ilona Helena Eisner: 0176/19662307
Website: http://www.landesfrauenrat-thueringen.de/
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Engagement zu rechten Zeit

Der Landesfrauenrat Thüringen e.V. vergibt zum sechsten Mal den Kommunikationspreis Kairos

Der Landesfrauenrat Thüringen e.V. vergibt heute am 08. Juli den Kommunikationspreis KAIROS, der besonderes Engagement im Interesse von Frauen und gelebter Gleichstellung sowie die öffentlich wirksame Kommunikation von Fraueninteressen würdigt. Die Preisträgerin 2015 ist Uta Reber, Leiterin des Frauenzentrums Brennessel e.V. in Erfurt und seit vielen Jahren engagierte  Streiterin für Frauenrechte.

Der Preis wurde gestaltet von der Weimarer Künstlerin Ana Cayuela Muñoz. Er trägt den Titel „FF (frauenfuentes)“ und stellt eine photo-konzeptuelle Serie über Frauen in alternativen Wohnprojekten dar.

Das Grußwort hält Ministerin Heike Werner, die zugleich Schirmherrin des Kommunikationspreises Kairos 2015 ist.

Vorgeschlagen wurde die Preisträgerin durch den Zonta Club Erfurt, einer Mitgliedsorganisation des Landesfrauenrates Thüringen e.V.

Uta Rebers Engagement für Opfer sexueller Gewalt und bei der Integration von Migrantinnen sind nur zwei wichtige Schwerpunkte ihrer langjährigen Arbeit.

„Mit Uta Reber wird in diesem Jahr eine Thüringerin ausgezeichnet, die sich zu jeder Zeit unermüdlich für wichtige und aktuelle Frauenthemen einsetzt, unter anderem auch durch ihr Engagement für Flüchtlingsfrauen“, so Ilona Helena Eisner, Vorsitzende des Landesfrauenrates Thüringen e.V.

Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung durch das Trio Sierov & Schmidt.

V.i.S.d.P. und für Rückfragen: Ilona Helena Eisner: 0176/19662307


 
Es tut sich was in Thüringen

Besuch des Landesfrauenrates Thüringen e.V. bei Ministerpräsident Bodo Ramelow

Der Landesfrauenrat Thüringen e.V. besuchte auf Einladung den Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow.

Themenschwerpunkte waren Antidiskriminierung und Gewaltprävention, die Arbeit des Netzwerkes Frauengesundheit, Projektarbeit und die Finanzierung der Arbeit der Mitgliedsorganisationen. Zudem zeigte sich der Ministerpräsident sehr interessiert an den laufenden Projekten des Landesfrauenrates #gendertrouble (ein Netzwerkprojekt zur Antidis-kriminierungsarbeit) und Mehrwert=mehr Wert (ein Arbeitsmarktprojekt für Frauen mit akademischen Hintergrund).

Herr Ramelow steht einem Dialog mit dem Landesfrauenrat sehr offen gegenüber und würdigte das Engagement der Lobbyorganisation. Der Landesfrauenrat vertritt mit seinen 27 Mitgliedsorganisationen die Interessen von 230.000 Frauen in Thüringen! "Es ist für die Belange des Landesfrauenrates äußerst wichtig, die Themen an den richtigen Stellen zu platzieren. Der Ministerpräsident ist wirklich interessiert an unserer Arbeit, versteht die Probleme der Mitglieds-organisationen und ist bereit, mit uns gemeinsam Lösungen zu finden. Dafür muss auch das Thema Gender sachlich und intensiv diskutiert werden.", so die Vorsitzende des Landesfrauenrates Thüringen e.V., Ilona Helena Eisner.

Das Netzwerkprojekt #gendertrouble ist ein Anfang für eine solche öffentliche Diskussion und wird von Ministerpräsident Ramelow unterstützt.

V.i.S.d.P. und für Rückfragen: Ilona Helena Eisner: 0176/19662307
Facebook: https://www.facebook.com/landesfrauenrat.thuringen


 
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