Startseite Pressemitteilungen Gemeinsame Presseerklärung des BPW Clubs Erfurt e.V., der Friedrich-Ebert-Stiftung, Landesbüro Thüringen, des Landesfrauenrates Thüringen e.V., und der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Weimar
Gemeinsame Presseerklärung des BPW Clubs Erfurt e.V., der Friedrich-Ebert-Stiftung, Landesbüro Thüringen, des Landesfrauenrates Thüringen e.V., und der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Weimar

Frauenpower in der Weimarer Innenstadt
Aktion zum Equal Pay Day am 19.03.2016
Thema 2016: Was ist meine Arbeit wert?
Ursachen von Gender Pay Gap gemeinsam bewältigen!

Weimar, den 19.03.2016

Mit geballter Frauenpower werden die vier oben genannten Initiatorinnen den Equal Pay Day am 19. März 2016 lautstark in Weimar begehen. Gemeinsam soll  auf die anhaltende Ungleichheit im Portemonnaie, (vor allem bei Frauen), zwischen Frauen und Männern aufmerksam gemacht werden.

Die Akteurinnen demonstrieren ab 14:00 Uhr auf dem Theaterplatz und kommen mit BürgerInnen ins Gespräch. Im Straßentheater „Der Lauf des Lebens“ zeigen wir, was es mit dem Equal Pay Day auf sich hat und möchten die BesucherInnen zum Nachdenken anregen. Eingeladen sind Katrin Christ-Eisenwinder, Gleichstellungsbeauftragte Thüringen, Andrea Wagner, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Weimar, Ilona Helena Eisner, Vorsitzende Landesfrauenrat Thüringen e.V., Eva Nagler, Referentin Friedrich-Ebert-Stiftung Thüringen und Antje Burghardt, Vorsitzende BPW Club Erfurt e.V.

Warum gehen wir auf die Straße?
Einer aktuellen Befragung zufolge stimmen 90 Prozent der Frauen und Männer in Deutschland dem Grundsatz zu, dass Frauen und Männer gleich entlohnt werden sollen. Die Lohnlücke in Deutschland beträgt jedoch 21,6 Prozent. Damit liegt Deutschland weiterhin unter den Schlusslichtern Europas. Bis zur Schließung der Lohnlücke ist es noch ein weiter Weg, vieles ist bereits getan.

Der Business and Professional Women (BPW) Germany e.V. initiierte den Equal Pay Day 2008 erstmals in Deutschland. Seitdem wächst die Zahl und Vielfalt der Veranstaltungen von Jahr zu Jahr. Henrike von Platen, Präsidentin des Frauennetzwerks BPW, erwartet auch in diesem Jahr wieder über 1.000 Aktionen in hunderten deutschen Städten und Gemeinden: „Die Lohnlücke von 21,6 Prozent zu schließen, ist ein langer Weg, der nur gemeinsam beschritten werden kann. Wir haben mit der Kampagne versucht auch in die letzten Winkel der Republik vorzudringen und ein Problembewusst-sein geschaffen. Jetzt müssen Frauen und Männer, Unternehmen, Politik und Sozialpartner gemeinsam die Ursachen angehen. Sie sind eingeladen, am Equal Pay Day zusammen für eine gleichberechtigte Zukunft einzutreten und aktiv an der Gestaltung mitzuwirken. Ob durchschnittlich, bereinigt oder unbereinigt, man kann es drehen, formulieren und wenden, die Lücke ist zu groß, die Prozente müssen purzeln. Suchen Sie sich eine Ursache aus und machen den ersten Schritt, diese zu bewältigen.“

Die diesjährige Kampagne zum Equal Pay Day fragt WAS IST MEINE ARBEIT WERT? und macht BERUFE MIT ZUKUNFT zum Schwerpunktthema. Damit spricht die Kampagne eine breite Öffentlichkeit an. Ziel ist es, für Entscheidungen
und Konsequenzen im Lebensverlauf  – von der Berufswahl bis zur Rente – zu sensibilisieren. Außerdem soll auch die Wertschätzung gegenüber sozialen Dienstleistungen erhöht und ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis in allenBranchen geschaffen werden. Lohngerechtigkeit und Gleichstellung sind nicht nur Grundrechte, sondern auch Wirtschaftsfaktor. Frauen im Arbeitsmarkt und Lohngerechtigkeit stärken Unternehmen – nach innen, wie außen.

 
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