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Thüringen ist offen, bunt und tolerant!

Wohin soll sich eine Gesellschaft bewegen, wenn sie Teile, die ihr Ganzes ausmachen, ausschließt? Der Landesfrauenrat Thüringen e.V. sieht sich jeden Tag mit dieser Frage konfrontiert. Ganz gleich, welcher Teil der Gesellschaft ausgeschlossen werden soll, ob Frauen, Ausländer, Homosexuelle, Behinderte oder eben auch Anhänger einer bestimmten Glaubensrichtung, es ist immer Diskriminierung. Alle Teile einer Gesellschaft werden als Gesamtes gebraucht, denn sie geben ihr ihre Farben und damit ihre Vielfalt und Einzigartigkeit.

Der Landesfrauenrat Thüringen e.V. ist für eine offene, bunte und tolerante Gesellschaft. Wir sprechen uns gegen Vereinigungen wie „SÜGIDA“ aus, die gezielt versuchen, rechtsradikales und menschenverachtendes Gedankengut als demokratisch und bürgernah darzustellen.

Auf der 36. Delegiertenversammlung des Landesfrauenrates Thüringen e. V. verabschiedeten die Mitglieder einstimmig ein Positionspapier zur "Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit". Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit umfasst alle Einstellungen, die Feindlichkeit gegenüber Gruppen anderer Menschen ausdrücken. Die Vorurteile gegenüber den unterschiedlichen Gruppen sind dabei eng miteinander verknüpft. Menschen mit Vorurteilen gegenüber einer Gruppe stimmen mit einer hohen Wahrscheinlichkeit auch Vorurteilen gegenüber anderen Gruppen zu. So zeigen z.B. einige Studien (z.B. Heitmeyer), dass Antisemitismus und Islamfeindlichkeit miteinander
zusammenhängen.

„Wir brauchen Toleranz und Verständnis. Das geht aber nur in einer vielfältigen und bunten Gesellschaft, in der wir aufeinander zugehen und auch offen für andere sind“, so die Vorsitzende des Landesfrauenrates Thüringen, Ilona Helena Eisner. „Menschen, die in Not bei uns anklopfen, sind nicht per se verdächtig!“

Wir haben es uns als Landesfrauenrat zur Aufgabe gemacht, uns gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und eine Ideologie der Ungleichwertigkeit von Menschen auszusprechen, denn die Qualität und die Humanität einer Gesellschaft, erkennt man an ihrem Umgang mit schwachen Gruppen.

Der Landesfrauenrat Thüringen e.V. wird am 12.01.2015 an der Protestveranstaltung gegen „SÜGIDA“ in Suhl teilnehmen, um ein Zeichen zu setzen für eine tolerante und offene Gesellschaft und für ein demokratisches und buntes Thüringen.


V.i.S.d.P. und für Rückfragen: Ilona Helena Eisner: 0176/19662307

             
 
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