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Landesfrauenrat Thüringen e.V. ruft zur Teilnahme an Demonstration: „Familien fordern Hebammen“ am 5. April in Erfurt auf

Die freiberuflichen Hebammen bangen weiter um ihren Beruf. Ab Juli 2015 gibt es keine Versicherung mehr, die die Haftpflichtversicherung für Hebammen übernehmen will. Damit stehen freiberufliche Hebammen vor dem Aus, denn ohne Haftpflichtversicherung dürfen sie nicht arbeiten. Damit steht in Deutschland viel auf dem Spiel. Nicht nur die freie Wahl des Geburtsortes ist somit faktisch unmöglich, auch die Vor- und Nachsorge einer Geburt kann so nicht mehr sichergestellt werden.
„Wir kämpfen schon seit einigen Jahren gemeinsam mit den Hebammen um den so wichtigen Berufsstand der freiberuflichen Hebamme. Das SGB V garantiert Müttern das Recht auf die freie Wahl des Geburtsortes. Frauen und ihre PartnerInnen sollten selber entscheiden können wo ihr Kind zur Welt kommen soll. Eine gute Vor- und Nachsorge ist für viel Frauen und ihre Familien wichtig und bestimmt den Start in ein Leben mit einem Kind maßgeblich. Wir können und wollen nicht akzeptieren, dass hier zu Lasten von Frauen und Familien ein Berufsstand zu Grunde gerichtet wird!“ so Ilona Helena Eisner, Vorsitzende des Landesfrauenrat Thüringen.
„Hebammen in Deutschland helfen nicht nur Kindern auf die Welt, sie sind auch wichtige Stützen für junge Familien in der ersten Zeit mit einem Säugling. Sie organisieren Unterstützung wo benötigt und bilden somit auch ein Scharnier zwischen Gesundheitsversorgung und Kinderschutz. Kein anderer Beruf kann diese wichtige Aufgabe adäquat ersetzen. Es gibt tausend Gründe sich für Hebammen einzusetzen. Wir rufen dazu auf, dass alle Thüringerinnen und Thüringer am Samstag mit uns auf die Straße gehen und ein deutliches Zeichen für den Erhalt des Hebammenberufes setzen. Wir fordern Lösungen und zwar jetzt!“ so die stellvertretende Vorsitzende des Landesfrauenrat Thüringen, Birgit Schuster.
5. April ab 14:00 Uhr Demonstration in Erfurt/Angerkreuz „Familien fordern Hebammen“.
V.i.S.d.P. und für Rückfragen: Ilona Helena Eisner: 0176/19662307 oder Madeleine Henfling: 0170/9618722

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